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Donnerstag, 12. Dezember 2013

Canyoning

Canyoning ist eine Sache, die ich schon eine Ganze Weile mal ausprobieren wollte. Von einem Wasserfall abseilen- das hört sich doch super an!
Da Serendipity Adventures von meinem Wunsch wusste, nahmen sie mich vor einigen Wochen mit auf einen Canyoning-Trip.
Um 8 Uhr morgens trafen wir uns am Lagerhaus. Hier wurden wir mit allem ausgerüstet, was wir brauchten- Gurte, Seile, Haken und alles, was dazugehört. Als alle fertig waren ging es mit dem 4x4 los. Von guten Straßen, bis hin zu Wegen, die für normale Fahrzeuge unerreichbar sind war alles dabei. Mitten im Nirgendwo angekommen, waren wir endlich da.
Voller Aufregung packten wir unsere Helme und unsere Handschuhe und stiefelten dem Wasserfall entgegen.
Als Erstes standen Trockenübungen und Sicherheitshinweise auf dem Plan. Dann ging es an das erste Abseilen- noch ohne Wasserfall. Nachdem alle sicher unten angekommen waren machten wir uns auf den Weg dem Wasser entgegen.
Von oben betrachtet sah das Ganze dann doch ein wenig einschüchternd aus, aber die Guides taten alles, damit wir uns sicher und gut aufgehoben fühlten. Zwei Guides halfen uns am oberen Ende mit den Sicherheitsvorkehungen, während zwei weitere Guides das untere Ende des Wasserfalls und uns absicherten.
Am Anfang muss man sich echt an die Höhe und an das Gefühl wortwörtlich 'in den Seilen zu hängen' gewöhnen, aber nach den ersten zwei Malen hat man den Dreh relativ gut raus.
Die ersten drei Wasserfälle waren schon recht lustig, aber dann machten wir uns auf den Weg zum Vierten..
Nach einem sehr steilen und matschigen Weg durch den Regenwald kamen wir an. 60 Meter hoch und 20 Meter breit- das sind die Maße von diesem Monster. Nachdem die ersten zwei Kandidaten es heil nach unten geschafft hatten, war ich an der Reihe. Mit etwas Glück habe auch ich es geschafft heil unten anzukommen und ich kann euch sagen: von unten ist es noch gruseliger, aber der Stolz es geschafft zu haben überwiegt bei Weitem! :)

Also: Jederzeit gerne wieder!







Mittwoch, 13. November 2013

Guide Traning 2013

Jedes Jahr werden die neuen Guides für Serendipity Adventures auf ein Training geschickt, welches eine Woche dauert. Letztes Jahr nahmen 6 zukünftige Guides, 3 Ausbilder und auch ich Teil.
Am Montag Morgen um 5 Uhr trafen wir uns am Büro in Turrialba und die Reise ging los. Nach einer 2-stündigen Fahrt kamen wir in San José an, wo wir auf den Rest der Gruppe trafen. Nachdem sich alle gegenseitig vorgestellt hatten ging es los. Einer der erfahrendsten Guides von Serendipity nahm sich drei Tage Zeit den Neulingen alles zu erklären- den Wald, die Tierwelt und den Umgang mit Gästen. Aber dies waren nur einige der Themen, die abgedeckt wurden.
Nun wäre es an dieser Stelle zu lang euch den genauen Tagesablauf zu beschreiben, aber so viel muss gesagt sein: Serendipity investiert eine Menge Zeit und Nerven in ihre Schützlinge!
Die Tage fingen morgens um 5 Uhr an und endeten nie vor 22 Uhr.
Wir waren non-stop unterwegs. Es wurden unzählige Hotels angeguckt, Restaurants besichtigt, Informationen ausgetauscht und Workshops gemacht. Halt alles, was man als privater Guide in Costa Rica so wissen muss.
Neben den ganzen Formalitäten hatten wir aber auch eine ganze Menge Spaß. Die Gruppe bestand aus den wohl unterschiedlichsten Männern, wie nur möglich. Vom Alleinunterhalter, zum Kampfsportler, bis hin zum Tänzer war alles dabei. Wir waren wandern, auf Bäume klettern, Canyoning und haben uns in Booten auf dem Rio Frio treiben lassen.
Hauptfokus der Reise war es, den Männern die Geschäftsphilosophie der Agentur nahezubringen, sie kennenzulernen und sie gleichzeitig auf Herz und Nieren zu testen. Da wir 5 Tage rund um die Uhr gemeinsam unterwegs waren, war es nicht sonderlich schwer uns ein gutes Bild von ihnen zu machen.

Am Freitag Nachmittag hatten wir es dann geschafft. Unglaublich ausgepowert, aber um etliches Wissen reicher, überreichten wir allen ihre wohlverdienten Zertifikate und fuhren sie nach Hause.

Einer unserer Ausbilder fragte bei einem der Workshops: "Was war bisher euer persönlicher Serendipity-Moment auf diesem Trip?"
Nun, da ich nicht antworten musste, behielt ich meine Antwort für mich.
Für mich war der ganze Trip ein Serendipity-Moment. Als Europäerin durch das Land geführt zu werden, versteckte Plätze zu sehen und von dem unglaublich umfangreichen Wissen der Ausbilder und auch der neuen Guides zu profitieren war ein unglaubliches Erlebnis! Ich habe das Land ganz anders wahrgenommen und tolle Freundschaften geschlossen. 

Bis jetzt war das definitiv meine tollste Erfahrung in diesem Praktikum. Wenn noch etwas kommen sollte, was das übertrumpfen könnte, bin ich jetzt schon sehr gespannt, denn meine Messlatte für alle kommenden Events ist nun unglaublich hoch. Und jetzt bin ich mir sicher: Ein Urlaub in Costa Rica ist aufjedenfall lohnenswert! :)

Montag, 11. November 2013

River Rafting unter perfekten Bedingungen

Für alle, die es noch nicht wissen: River Rafting macht unglaublich Spaß!
Letzte Woche hatte ich die Chance auf dem Pacuare River Raften zu gehen.

Früh morgens wurden wir von unserem Guide mit dem Geländewagen abgeholt. Nach einer halben Stunde Autofahrt erreichten wir eine kleine Bucht- den Startpunkt für den Raft.

Ich war sehr erstaunt, wieviele Leute an der Vorbereitung und an der Durchführung dieses Trips beteiligt waren. Auf 4 Kunden, kamen fast doppelt so viele Mitarbeiter.
Während die Boote vorbereitet wurden, führte uns unser Guide langsam an das Wasser und die doch recht starke Strömung heran. Gegen den Strom schwimmen, sich treiben lassen und anschließend gerettet werden waren Teil der Übung.
Nach gut 20 Minuten ging es los. Von den einfachsten Stromschnellen, bis hin zu Klasse 4 Stromschnellen war alles dabei.

Der Pacuare ist deshalb ein so fantastischer Fluss zum Raften, weil er für jeden Schwierigkeitsgrad etwas zu bieten hat und weil nach jeder Stromschnelle ein ruhiger Part kommt, in dem man sich den Regenwald und die Artenvielfalt der Umgebung ausgiebig zu Gemüte führen kann.

Da wir an diesem Tag ein traumhaftes Wetter hatten, waren die Bedingungen einfach perfekt. Wir haben seltene Papageien, riesige Schmetterlinge und sogar eine Gruppe von Kapuzineraffen gesehen.

Nach 2 tollen Stunden hielten wir an einer Bucht an, um Mittag zu essen. Das Team zauberte mitten im Nichts ein fantastisches Mahl. Danach ging es nochmal für gute zwei Stunden weiter.

Völlig erschöpft, aber unglaublich glücklich erreichten wir unser Ziel und unsere wohl verdiente Dusche.

Danke Serendipity Adventures für diesen tollen Tag und ein super Abenteuer! :)



Freitag, 1. November 2013

Essen in Costa Rica

Ich muss gestehen, ich bin nicht die einfachste Person, wenn es um das Thema Essen geht. Meine Laktoseintoleranz und mein nicht allzu großes Verlangen nach Fleisch machen es mir immer schwer in anderen Ländern etwas angemessenes zu essen zu finden. Als mir also gesagt wurde, dass man in Costa Rica in der Regel so gut wie jeden Tag Reis, Bohnen und Fleisch isst, dachte ich mir schon: Na das kann ja lustig werden.

Nach einem schier endlos langen Flug nach San José machte sich bei mir der Hunger breit. Gut, dass wir auf dem Weg vom Flughafen zu meiner Bleibe bei einem kleinen, einheimischen Restaurant anhielten. Das nächste Problem ließ aber nicht lange auf sich warten: die Karte gab es nur in Spanisch. Dank meiner tollen Begleitung habe ich es aber dann doch geschafft, mir etwas zu bestellen. Nach nicht allzu langer Zeit kam das Essen und es war der Wahnsinn! Hähnchen, Gemüse, Reis und eine gebackene Banane- so lässt es sich leben!

Und dieses fantastische Mahl sollte kein Einzelfall bleiben. Nach nun gut eineinhalb Monaten hier im Land und etlichen Restaurantbesuchen muss ich sagen, ich liebe das Essen hier!
Ich habe es nicht einmal erlebt, dass jemand eine Dose aufgemacht hat oder eine Tüte in den Topf gehauen hat. Hier werden ausschließlich frische Produkte und regionales Obst und Gemüse verwendet. Klar gibt es schon ab und zu mal Reis mit Fleisch und Bohnen, aber immer anders zubereitet oder ganz und gar abgewandelt. Es ist ein Traum!

Fazit: Neben Abenteuerurlaub und Ökotourismus hat Costa Rica auch kulinarisch eine ganze Menge zu bieten. Während eines Urlaubs hier wird man also definitiv nicht verhungern und die ein oder andere Gaumenköstlichkeit erleben!

GUTEN APPETIT! :)




Mittwoch, 23. Oktober 2013

Es gibt noch Wunder!

Ich habe euch ja bereits von der Mountainbiker-Gruppe bestehend aus 24 Männern berichtet. Nun, diese sehr internationale Gruppe hat es geschafft ein paar eingeborenen, sehr armen Kindern ein Lächeln auf das Gesicht zu zaubern.
Während der Vorbereitungen für ihre Reise sagten Sie uns, dass sie gerne einen beträchtlichen Betrag an eine arme Schule spenden würden. Nach der ersten, großen Freude zogen wir los und gingen einkaufen. Da es in dieser Schule wirklich an allem fehlt war es einfach Dinge zu finden, die gebraucht werden würden. Stifte, Blöcke, Radiergummis, eine Tafel und vieles mehr konnten wir zu einem guten Preis ergattern. Sogar kleine Geschenke für jedes Kind waren möglich!
Nachdem alles sorgfältig eingepackt und verstaut war brachten wir die Spenden am Montag mit zu dem Zeltlager.

Voller Begeisterung konnten die Männer es gar nicht abwarten die Geschenke zu überreichen. Was sie nicht wussten war, dass die Schule nur zu Fuß über einen Berg, durch einen Bach und eine Menge Schlamm zu erreichen ist. Also packte sich jeder eine Kiste (oder das Bücherregal) und marschierte los. Nach einem langen, anstrengenden Weg, etlichen Stürzen und ein paar nassen Füßen kamen wir an der kleinen Schule an.
In der Schule in Vereh gibt es 15 Schüler von 7-15 Jahren und nur eine einzige Lehrerin. Manche Kinder haben jeden Morgen einen Fussweg von mehr als einer Stunde über Stock und Stein zu bewältigen (auch wenn es in Strömen regnet).
Die meisten Familien hier können es ihren Kindern nicht ermöglichen Geschenke oder gar Schulmaterial zu kaufen. Dementsprechend groß war die Freude, als 24 fremde, weiße Männer ihren Klassenraum mit einer Menge Spenden betraten. Es wurden Fragen gestellt, sich gegenseitig angeschaut und sich herzlich bedankt.
Das Tolle an dieser Gruppe ist, dass sie jedes Jahr einen Trip irgendwohin veranstalten und egal wohin sie gehen immer etwas Gutes tun und eine Schule oder eine ähnliche Einrichtung beschenken.
Sie haben es geschafft, den Kindern eine Freude zu bereiten und den Kindern die Möglichkeit gegeben mit vernünftigen Materialien zu lernen.
Nicht nur die Kinder und die Schule sind ihnen sehr dankbar- auch Serendipity Adventures freut sich, so tolle Menschen hier in Costa Rica begrüssen zu dürfen!
DANKESCHÖN!!




Mittwoch, 16. Oktober 2013

Aufbau eines Camps in der Wildnis

Montag war es endlich soweit: Mein erster Außeneinsatz war gekommen! :)
Die Aufgabe war es einen Zeltplatz für 24 Männer mitten in der Wildnis herzurichten. Nach einer 2-stündigen Fahrt sind wir in Vereh, einem sehr, sehr kleinen Ort mitten auf dem Berg, angekommen.

Ausgerüstet mit Gummistiefeln, einer Regenjacke und Wegproviant ging es mit dem Gepäck der Männer zum, noch nicht ganz fertigen, Camp. Der erste Eindruck war beeindruckend. Inmitten von nichts als Natur, an einem kleinen Bach liegt dieser Zeltplatz. Serendipity Adventures hat es geschafft diesen sehr natürlichen Ort in eine kleine Wohlfühloase zu verwandeln. Große Zelte (fast ausgestattet wie Hotels), Regensegel und sogar eine kleine Küche wurden vorbereitet. Für den Sanitären Bedarf wurde natürlich auch gesorgt- eine Toilette wurde hergerichtet und eine Dusche wurde aus Palmenblättern gebaut.

Als die Biker-Gruppe am Camp ankam waren wir so gut wie fertig mit den Vorbereitungen: die Zelte waren fertig, das Essen wurde zubereitet und das Bier stand kalt. Für eine Nacht in dem Camp ganz schön viel Arbeit, aber unsere Gäste sollen sich ja wohlfühlen. :)

Nachdem alles fertig war ging es für uns wieder zurück in die Zivilisation. Die ganze frische Luft, der Schlamm und die körperliche Anstrengung waren für mich als Europäerin doch sehr ungewohnt und so bin ich nach einer heißen Dusche ausgepowert ins Bett gefallen.


Donnerstag, 3. Oktober 2013

Berlin - Costa Rica - ein Zusammenstoß zweier Welten

Kurz zu mir: Ich bin eine 23-jährige Tourismusstudentin aus Berlin. Ich habe mich dazu entschieden mein Praktikum in Costa Rica zu absolvieren, da es mal wieder Zeit für mich war meinen Horizont zu erweitern und ein neues Abenteuer zu erleben.
Ich liebe meine Heimat und ich bin stolz darauf aus Berlin zu kommen, aber manchmal wird mir die Stadt einfach zu viel. Also packte ich Mitte September meine Koffer und stieg ohne jegliche Spanischkenntnisee in den Flieger nach San José.

Nach dem ersten Schock über die Stille auf dem Land übermannte mich die unglaubliche Schönheit der Natur und die Freundlichkeit der Menschen. Nach einer Woche in Costa Rica kann ich behaupten, dass ich angekommen bin, undzwar richtig.

Costa Rica ist perfekt um seine innere Balance wiederzufinden. Gerade für Menschen, die in einem schnelllebigen Land wie Deutschland leben ist Costa Rica eine Wohltat für Körper und Seele. Aber nicht nur einzeln ist Costa Rica erholsam. Auch Familienurlaube kann man hier perfekt verbringen. Die Ruhe gepaart mit den Aktivitäten stärkt das Familienbündnis ungemein.

Die Menschen sind (trotz der Sprachbarriere) so unglaublich warmherzig und zuvorkommend, wie ich es in noch keinem Land zuvor erlebt habe. Die Mentalität der Latinos ist in allem was sie machen deutlich zu spüren. Familie und Zuwendung wird hier groß geschrieben.

Ich wohne in einem kleinen Ort namens San Antonio. Der perfekte Ort zum Abschalten. Umgeben  von nichts als Regenwald und ein paar kleinen Häusern komme ich nun endlich zur Ruhe.
Aber an Langeweile ist hier nicht zu denken. Unter der Woche bin ich eine fleißige Praktikantin und am Wochenende werden Aktivitäten unternommen. Auf meiner To-do-Liste stehen: Paragliding, Canyoning, River Rafting und etliche andere, spannende Dinge!

Ich freue mich auf die nächsten fünf Monate hier in Costa Rica und danke Serendipity Adventures für die herzliche Aufnahme! :)


                                                     San Antonio im Morgengrauen